Ringen / 2. Bundesliga-Nord – AVG Markneukirchen und WKG Pausa/Plauen

AVG Markneukirchen überrascht Nordlichter

Markneukirchen – Der AVG Markneukirchen kommt in der Rückrunde der 2. Ringer-Bundesliga immer besser in Fahrt, nach Aufsteiger Artern und dem KFC Leipzig wurde nun auch der Staffelsieger des Vorjahres RV Lübtheen mit einer 12:14-Niederlage im Gepäck wieder zurück nach Hause geschickt.

„Da spielte der Hinkampf noch eine gewisse Rolle, die knappe- und vermeidbare Niederlage war bei vielen noch im Kopf, die Ringer wollten eine Revanche vor heimischer Kulisse“, so Andy Schubert, der sein AVG-Team nicht zusätzlich motivieren musste.
Lukasz Dublinowski (130 kg/FR) kämpft sich immer besser in die 2. Bundesliga hinein, nachdem er einige Jahre beim SV Luftfahrt Berlin, für den er in der Regionalliga kämpfte, kaum ernsthaft gefordert wurde. Gegen Robert Glor, der im Vorjahr für den KAV Mansfelder Land noch in der höchsten, deutschen Klasse kämpfte, gelang Dublinowski ein 3:0-Erfolg. Damit wanderten die ersten beiden Mannschaftspunkte auf das Konto der Germanen.
Was ist nur mit Roman Walter los ? In der Rückrunde aller Gewichtsprobleme ledig, trumpft der Hofer nun wie entfesselt auf. Auch gegen den keineswegs schlechten Mitko Asenov ließ Walter beim 11:3 nichts anbrennen. Mit der letzten Wertung, 30 Sekunden vor Kampfende erhöhte Walter gar auf drei Mannschaftspunkte für Markneukirchen, ein Punkt der sich später noch als entscheidend herauskristalisieren sollte.
Auch Marcin Olejniczak (98 kg/GR) hatte mit dem Bulgaren Daniel Bankov einen starken Kontrahenten. Doch diesmal ließ sich der bärenstarke Pole in Diensten des AVG nicht beirren und siegte mit 6:1 Punkten. Dagegen hatte Radoslaw Vasiliev (66 kg/GR) im letzten Duell vor der Pause mit Anders Eckström einen dänischen Auswahlringer zum Gegner, der  nach spannendem Kampf die Zähler für die Gäste gewann, Eckström lag am Ende der sechsminütigen Kampfzeit mit 4:1 in Führung. Zur Halbzeit führte jedoch Markneukirchen durch die Siege von Dublinowski, Walter und Olejniczak mit 7:6.

„An dieser Stelle liegen wir meist noch zurück, aber dieser Punktestand machte uns natürlich zusätzlich Mut“, beschreibt AVG-Trainer den Optimismus, der zur Halbzeit in der Markneukirchner Kabine herrschte.
Denn dann kamen sie, die fleißigsten Punktesammler des AVG; Andre Backhaus (86 kg/FR) bezwang Sebastian Otto mit schnellen Beinangriffen 8:3, während Boycho Boychev (66 kg/FR) seinen Kontrahenten Dennis Langner nach zweieinhalb Minuten auf beide Schultern drückte und damit gleich für vier Mannschaftspunkte sorgte. Die waren auch wichtig, denn auch der RV Lübtheen hatte noch Asse im Ärmel. Marian Mihalik (86 kg/GR) brach sich im Kampfverlauf, nach einer unfairen Aktion seines Gegners Rajbek Bisultanov, die von Kampfrichter Kohlhaus nicht geahndet wurde, eine Rippe und wurde nach schmerzhaften Rollen im Bodenkampf gar noch geschultert. Damit kam Lübtheen vor den beiden Weltergewichtskämpfen bis auf 10:13 heran. Mit Frederick Bjerrehuus (75 kg/GR) ging ein weiterer dänischer Auswahlringer für Lübtheen auf die Matte, dem Tim Bitterling trotz viel Kampfgeist nicht das Wasser reichen konnte. Bjerrehuus holte nach nur zwei Minuten Kampfzeit 17:0 Wertungspunkte und brachte damit den RVL mit 14:13 in Führung. Damit gab es die gleiche Konstellation wie beim Hinkampf, als Sebastian Nehls in Lübtheen führte und sich nach einem letzten Angriff von Sebastian Nowak auf beiden Schultern wieder fand. Diesmal stand Andrzej Grzelak dem RVL-Weltergewichtler Nowak gegenüber. Der Pole, seid nunmehr vier Jahren in Diensten des AVG zeigte auch diesmal seine Stärken, führte zur Pause bereits mit 6:0 und baute den Vorsprung bis zum Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit unter dem Jubel der Fans noch bis auf 10:0 aus. Mit drei Mannschaftspunkten stellte Andrzej Grzelak, der sich längst als Puplikumsliebling in die Herzen der Markneukirchner Fans gerungen hat, den 16:14-Sieg über den Staffelsieger des Vorjahres sicher, der AVG hat sich damit für die knappe Auswärtsniederlage aus der Hinrunde in Lübtheen rehabilitiert.

„Alles begann etwas hektisch, die dänischen Ringer hatten ihre Fähre verpasst und der RV Lübtheen war erst wenige Minuten vor dem Wiegen eingetroffen, doch dieser erkämpfte Sieg wiegt dreimal mehr als ein geschenktes 40:0 wenn der Gegner zu spät zum Wiegen erscbheint“, so AVG-Mannschaftsleiter Sven Weigelt voller Lob über die geschlossene Mannschaftsleistung.

Der AV Germania besiegt den Staffelsieger der letzten Saison RV Lübtheen mit 16:14