Ringen / 2. Bundesliga-Nord – AVG Markneukirchen

AVG lässt vor heimischer Kulisse erneut die Muskeln spielen

Markneukirchen – Da hatten die Verantwortlichen der Zweitligaringer des AV Germania Markneukirchen mehr Wiederstand erwartet, doch dann wurde der RSK Gelenau am vergangenen Samstag, vor 230 Zuschauern mit einer klaren 24:5-Klatsche wieder zurück ins Erzgebirge geschickt. Die Markneukirchner Zweitligaringer unterstrichen damit erneut ihre Heimstärke in der Rückrunde.

Nur zwei Kämpfe gaben die Musikstädter an den RSK Gelenau ab, die ohne ihre beiden, starken Polen in die Musikstadt reisten, 8 Mal verließen die Ringer um AVG-Trainer Andy Schubert und Routinier Andre Backhaus die Matte als Sieger. Der AVG machte schon in der ersten Hälfte des Kampfabends den Sieg klar, nachdem Rene Roth (57 kg/GR) die Punkte wegen Übergewichts an seinen Kontrahenten abgab, erzielten Lukasz Dublinowski (130 kg/FR), Roman Walter (61 kg/FR), Marcin Olejniczak (98 kg(GR) und Radoslaw Vasiliev (66 kg/GR) klare Siege zum 12:4-Pausenstand.

Mit Beginn der zweiten Hälfte des Kampfabends setzten die Musikstädter ihre ‚Punktehatz‘ fort; Andre Backhaus (86 kg/FR) schulterte seinen Kontrahenten Dustin Löser und auch Boycho Boychev (66 kg/FR) ließ beim 8:0 über Stefan Saul nichts anbrennen, die beiden fleißigen Punktesammler des AVG sorgten beim Stand von 19:4 schon für die Vorentscheidung. Das löste die Bremsten auch bei Francis Weinhold (86 kg/GR), der sich nach starken Kämpfen in den vorangegangenen Begegnungen auch gegen Kevin Mehlhorn mit 2:0 Wertungspunkten durchsetzte. Fast hätte auch Filip Dubski (75 kg/GR) noch für eine Überraschung gesorgt, nachdem er seinen tschechischen Landsmann Tomas Sobecky mit einem ansatzlosen Kopfhüftwurf fast geschultert hätte. Doch Sobecky, der auch schon für Markneukirchen die Ringerschuhe schnürte, kämpfte sich aus der bedrohlichen Lage heraus, glich mit einem Ausheber zum 4:4 aus und gewann bedingt durch die zuletzt vergebene Wertung. Dubsky, der zuletzt etwas in der Kritik stand, hatte mit diesem knappen Resultat auf der Matte mit dem knappen 4:4 die richtige Antwort gegeben.

Im letzten Duell des Abends wollte auch AVG-Weltergewichtler Andrzej Grzelak (75 kg/FR) seinen Mannschaftskollegen nicht nachstehen und stellte kurz nach Beginn der zweite Runde gegen Stephan Spengler die 15-Punkte-Differenz her, die zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit führte.

„Vor allem Roman Walter ist einmal mehr aus der geschlossenen Mannschaftsleistung hervor zu heben, aber alles in allem haben heute alle ihre Leistung abgerufen“, so AVG-Trainer Andy Schubert zufrieden.

Die Ringer aus dem oberen Vogtland rücken damit bis auf einen Punkt an die schwächelnden Werdauer heran und verschafften sich gleichzeitig einen größeren Abstand zu den Verfolgern, die allesamt Niederlagen quittieren mussten.

Jörg Richter

24:5 gewinnt der AV Germania den Heimkampf gegen den RSK Gelenau