Ringen / Auf die Meisterschaftsrunde folgt die Prellballmeisterschaft (AVG Markneukirchen)

Markneukirchen – Hinter den Ringern liegt eine lange- und harte Saison; Athleten, Trainer, Funktionäre und auch die Fans gingen unmittelbar nach dem ‚heißen Saisonfinale‘ in die Weihnachtsfeiertage. Doch schon zwischen Weihnachten und Neujahr regte sich bei den Ringern in Markneukirchen der Wunsch nach Bewegung, in weiser Voraussicht hatten die Trainer zum vergangenen Samstag ein Prellballturnier organisiert – des Ringers liebstes Spiel.

Bei diesem Spiel wird die Ringermatte in der Mitte durch eine Turnerbank geteilt. Jeweils zwei Spieler auf jeder Seite prellen mit einem Volleyball ähnlich dem Tennisdoppel. „Dieses Spiel ist erfordert Reaktionsschnelligkeit, Koordination, aber auch Ausdauer“, erklärt Andy Schubert den Hintergrund des Spiels, das Grundlagen für den Ringkampfsport entwickelt.

Die Doppel wurden per Los ermittelt, 26 Teilnehmer bildeten 13 Mannschaften, die damit in zwei Vorrundengruppen, Halbfinale und Finale um den Sieg spielten. In der Musikstadt hat sich aus dem Kreis der ‚Alten Markneukirchner Athleten‘ um den unverwüstlichen Bernd Holzapfel schon seit einigen Jahren eine Trainingsgruppe gebildet, die sich dem ‚Ringerspiel Prellball‘ verschrieben hat. Der 68-jährige fühlte sich auch am 2. Januar, beim Markneukirchner Prellballturnier inmitten der jüngeren Heißsporne pudelwohl und zeigte manches Kunststück aus der Trickkiste.
Doch am Ende setzten sich dann doch die ‚jüngeren Wilden‘ durch. Franz Richter und Björn Hauck ‚versenkten‘ die meisten Bälle in des Gegeners Feld und wurden gefeierte Sieger. Aus den Händen von Bernd Holzapfel bekamen die beiden Gewinner den riesigen Wanderpokal überreicht.
Im Finale setzten sie sich gegen das Überraschungsteam Linda Seifert/Alexander Römer durch. In der Vorrunde mussten sich Richter/Hauck zwar dem späteren Zweiten noch knapp beugen, doch mit ihrem Halbfinalsieg kämpften sich Franz Richter und Nachwuchstrainer Björn Hauck dennoch ins Finale, wo sie dem Duo Seifert/Römer erneut gegenüber standen und sich in zwei siegreichen Sätzen für die Vorrundenniederlage revanchierten. Alexander Römer hat nie selbst gerungen, kam über den Freizeitsport zum Prellballspiel, während Linda Seifert die Tugenden ihrer eigenen Ringerlaufbahn mit Schnelligkeit und Geschicklichkeit ausspielte.

Hinter Richter/Hauck und den Zweitplatzierten Seifert/Römer erreichte das Duo Markus Müller und  Udo Rosenzweig den Bronzerang.
„Das Turnier hatte richtig gutes Niveau, mit vielen, langen Ballstafetten und am Ende verdienten Siegern“, stand aus Sicht des AVG-Vorsitzenden Jens Berndt vor allem der Spaßfaktor im Vordergrund, sowie das ‚Abschmelzen‘ des Festtags-Specks, der sich beim Einen- oder Anderen doch recht an den Hüften festgesetzt hat.

Prellball wird übrigens nicht nur im Vogtland gespielt, am 16. Januar steht in Leuna die ‚Ostdeutsche Meisterschaft‘ an und auch eine Woche später lud der KFC Leipzig zum Prellballturnier ein.

Jörg Richter

AV Germania spielt nach den Feiertagen sein Prellballturnier