Ringen / 120 Jahre Ringen in Markneukirchen

Markneukirchen – Ringkampf gehört zu den traditionsreichsten Sportarten der Welt, schon bei den ersten Olympischen Spielen der Antike 776 v. Chr. gehörte Ringen zu den wichtigsten Disziplinen.

Nicht ganz so lange reicht die Historie der Markneukirchner Ringer in die Vergangenheit, doch auf immerhin 120 Jahre können auch die Mattenfüchse aus der Musikstadt zurück blicken.

Damit gehört Markneukirchen zu den ältesten Ringerhochburgen Sachsens- und darüber hinaus auch Deutschlands, denn der Deutsche Ringer- Bund feiert ebenfalls dieses Jahr die 125. Widerkehr seiner Gründung.

Der Fundus der Musikstädter aus ihrer traditionsreichen Geschichte ist riesig und die Markneukirchner Ringer machten viele Exemplare ihrer langen Geschichte im Heimatmuseum Gerberhaus den Interessenten zugängig. Viele Plakate, Bilder, Berichte, Fahnen und Wimpel aus der 120-jährigen Geschichte sind seit November 2015 dort ausgestellt.

Zeiten wurden dokumentiert, in denen es spannende Mannschaftsderbys gegen Zwota, oder Adorf gab, übrig geblieben ist im oberen Vogtland nur der Verein in Markneukirchen, der nach dem 2. Weltkrieg als BSG Motor Markneukirchen in der DDR-Liga- und nach 1980 auch in der höchsten Klasse der DDR für Furore sorgte. Namen wie Puggel, Diener, Ritter, Sattler. oder Geske prägten die Jahre zwischen 1945 und 1989.

Nach der politischen Wende in Deutschland ging es für die Markneukirchner Ringer hoch hinaus – bis zum Erreichen des Viertelfinals um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in den Jahren 2001 bis 2003. Dem Höhenflug folgte der freie Fall – aber auch ein ein Neubeginn 2005.

Heute kämpft die Mannschaft erfolgreich in der 2. Bundesliga, nach langer Durststrecke sind Übungsleiter wie Heiko Holzapfel, Jugendleiter Björn Hauck, oder die einstige Ringerin Anne Plaul damit beschäftigt, wieder eine schlagkräftige Talentschmiede aufzubauen.

Justin Müller und Franz Richter treten in die Fußstapfen ihrer Vorgänger, Müller wurde 2014 Fünfter bei den Europameisterschaften der  Kadetten und nahm an den Weltmeisterschaften dieser Algtersklasse teil, Richter tat es ihm ein Jahr später gleich.

Geschichte schrieb auch die Ringerhalle an der Schützenstraße, die von den Ringern selbst gebaut- und später ausgebaut wurde. Nach dem Abriß des Volkshauses erweiterten die Ringer ihr Objekt um die neue Trainings- und Wettkampfarena und einen Kraftraum im Keller des Objektes.

„Damit wurde eine wichtige Grundlage für das Weiterbestehen des Ringkampfsportes in Markneukirchen gelegt, nun müssen wir das Objekt mit Leben erfüllen“, so der Vorsitzende Jens Berndt, der gemeinsam mit den Alten Markneukirchner Athleten, sowie den Trainern und Funktionären des Vereins darüber wacht, das die 120-jährigen Traditionen des Ringkampfsports in Markneukirchen fortgesezt werden.

Dokumentiert wird der lange Weg der Markneukirchner Ringer, von der Gründung 1896 bis in die Gegenwart durch die sehenswerte Ausstellung im Gerberhaus, nahe des Musikinstrumentenmuseums.

Jörg Richter

Die Vorsitzenden des Markneukirchner Ringervereins von 1896 an:

1896 – 1930  Max Hoyer

1931               Walter Übel

1932 – 1934  Kurt Neudel

1935 – 1947  Theo Diener

1947 – 1955  Rolf Puggel

1956 – 1957  Johannes Diener
1958 – 1959  Gerhard Meisel

1960 – 1962  Werner Geske

1963 – 1973  Rolf Puggel

1974 – 1993  Werner Geske

1994 – 2005  Harald Sandner

2006 – 2011  Peter Meinel

ab 2012  Jens Berndt

Der AV Germania feiert in diesem Jahr 120 Jahre Ringkampfsport in Markneukirchen