Ringen / AVG vermeldet nächsten Neuzugang

Markneukirchen – Die Ringer des AV Germania Markneukirchen vermelden mit Lucas Bast den dritten Neuzugang für die kommende Saison. Lukas Bast kommt aus Frankfurt(O.), trainiert gemeinsam mit Tim Bitterling und Franz Richter am dortigen Bundes-Leistungszentrum, die ebenfalls im Markneukirchner Team kämpfen.

Der 21-jährige Maschinenbaustudent erkämpfte 2013 die Silbermedaille bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Bindlach (BAY) und konnte wenig später auch einen starken 5. Platz bei den nationalen Titelkämpfen der Männer in Plauen für das Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) verbuchen. 2015 kämpfte er sich bei den Junioren erneut auf den 2. Platz, wurde jedoch nicht für das DRB-Auswahlteam berücksichtigt und beendete seine leistungssportliche Laufbahn.

2013/2014 kämpfte Lucas Bast in der 1. Bundesliga für den 1. Luckenwalder SC, wechselte dann nach Greiz, wo er jedoch kaum Zweitliga-Einsätze bekam.

„Bei uns ist er eine Ergänzung zu seinem Trainingskollegen Tim Bitterling, der auf Grund seines Studiums und Einsätze bei Einzelwettkämpfen nicht alle Kämpfe bestreiten kann, wird aber sicherlich auch im Limit bis 75 kg einige Duelle bestreiten“, freut sich AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann über den Neuzugang, der hervorragend in das neue, junge AVG-Team passt.

Die Mannschaft ist fast komplett, nur in einzelnen Gewichtsklassen haben wir noch Bedarf an Ergänzungen, da viele unserer jungen Ringer auf internationalen Matten kämpfen und im Herbst auch mit den DRB-Mannschaften im Einsatz sind.

Freude bei den AVG-Verantwortlichen und auch bei den Fans schon jetzt auf das neue Team in der kommenden Saison, die jedoch etwas getrübt wird, denn seitens des Deutschen Ringer- Bundes droht erneut Ungemach.

Der DRB fordert von den Vereinen, die nicht für die neue DRB-Bundesliga als höchste, deutsche Kampfklasse gemeldet haben eine Ordnungsgebühr und möchte zudem, dass in der Wettkampfordnung der Zweckgemeinschaft Ringen in Mitteldeutschland die Aufstiegspflicht festgeschrieben wird.

Bei der Zweckgemeinschaft Ringen in Mitteldeutschland, dem Zusammenschluss der Landesorganisationen von Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sieht man das indes anders, so wurde bei einer Tagung am vergangenen Freitag in Leipzig aufgezeigt, dass die ‚Nichtmeldung‘ zur DRB-Bundesliga als neue, höchste Kampfklasse aus deren Sicht kein Rückzug darstellt, vielmehr wird die Regionalliga Mitteldeutschland als zweithöchste Kampfklasse angesehen, in der man nach der Strukturänderung des DRB verbleibt. Auch eine Aufstiegspflicht ergibt sich aus den Richtlinien des Deutschen Ringer- Bundes für die Mannschaften der Regionalliga Mitteldeutschland nicht, da es nur 2 Ebenen unterhalb der Bundesliga – unter dem Dach der Zweckgemeinschaft gibt. Im Regelwerk des DRB steht unter § 46 der WKO, das nur Verbände mit mehr als zwei Ebenen unterhalb der Bundesliga einer Aufstiegspflicht unterliegen.

„Sollte der Deutsche Ringer- Bund zu seinen Versprechungen stehen, die er in Aschaffenburg den Vereinen gab und die Wettkampfordnung in verschiedenen Punkten abändern, dann wird es auch aus der Regionalliga Mitteldeutschland aufstiegswillige Mannschaften geben, doch eine Aufstiegspflicht entsteht daraus nicht“, so der Tenor aus der Mannschaftsversammlung vom letzten Freitag in Leipzig.

Der DRB droht einmal mehr seinen eigenen Vereinen mit schwerwiegenden Sanktionen. Bei den betroffenen Vereinen sieht man sich im Recht, nun müssen wohl einmal mehr Gerichte entscheiden, wenn es zu keiner schnellen- und gütlichen Einigung kommt.

jr

Lucas Bast dritter Neuzugang für Markneukirchen