Ringen / Regionalliga Mitteldeutschland startet am 19. August mit 13 Teams in die neue Saison

Regionalliga Mitteldeutschland ist nun zweithöchste Kampfklasse
AVG Markneukirchen zählt zu den Staffelfavoriten

Leipzig – Die Vorbereitungen auf die neue Saison der Mannschaftsmeisterschaften im Ringen laufen auf Hochtouren, Mitte August werden die ersten Duelle angepfiffen. Auf Grund der im September 2016 beschlossenen Strukturänderungen verschmolzen die 1. – und 2. Bundesliga zur neuen DRB-Bundesliga. Doch nur 21- der insgesamt 38 Erst- und Zweitbundesligisten unterschrieben letztendlich die Bereitschaftserklärung, in der neuen Klasse zu kämpfen.
Demnach treten der FC Erzgebirge Aue, der RV Lübtheen und die WKG Pausa/Plauen in der-, nunmehr höchsten Kampfklasse an, während der RSV Rotation Greiz, der AVG Markneukirchen, der RV Thalheim, der KFC Leipzig, der AV Germania Artern, sowie der offizielle Absteiger aus der ehemaligen 2. Bundesliga RSK Gelenau in Liga zwei, der Regionalliga Mitteldeutschland um Punkte kämpfen werden.
Bis zum Start am 19. August sind auf Funktionärsebene noch einige, rechtliche Punkte zu klären, so besteht der Vorstand des Deutschen Ringer- Bundes im kommenden Jahr auf zwei Aufsteiger aus der Regionalliga Mitteldeutschland. Die Verantwortlichen des Zweckverbandes Ringen in Mitteldeutschland bleiben bei der seit vielen Jahren angewendeten Regelung, aus der hervr geht, das der Sieger der Regionalliga Mitteldeutschland ein Aufstiegsrecht genießt. Da es jedoch unter bestimmten Voraussetzungen, die vom DRB schon zum Teil umgesetzt wurden, aufstiegswillige Mannschaften gibt, dürfte diese Frage schnell geklärt sein. Zudem stellt sich auch die Frage nach dem ‚wohin‘, da sich durchaus auch die Struktur der Bundesliga 2018/2019 erneut ändern könnte, denn eine 2. Bundesliga zwischen der höchsten Kampfklasse und den regionalen Staffeln scheint als ‚Puffer‘ unabdingbar.
Auch hat der Deutsche Ringer- Bund mit der Gründung einer eigenen, vom DRB unabhängigen Deutschen Ringer- Liga eine weitaus größere Baustelle. Der aktuelle Deutsche Mannschaftsmeister SV Weingarten, Vizemeister KSV Ispringen, sowie der ASV Nendingen, der Traditionsverein VfK Schifferstadt und der KAV Mansfelder Land wollen ungeachtet angedrohter Sanktionen als Deutsche Ringer- Liga (DRL) im September in ihre Meisterschaftsrunde starten. Die Verantwortlichen des DRB lehnen eine solche Profi-Liga außerhalb des Einflussbereiches des Dachverbandes bislang ab.

Zurück zur Regionalliga Mitteldeutschland, die in zwei Vorrundengruppen die Meisterschaftsrunde einläutet. Vorjahresmeister RSV Rotation Greiz und Vizemeister AVG Markneukirchen, die beide in der Staffel A ihre Vorrundenkämpfe austragen, sind heiße Anwärter auf die Halbfinalduelle mit den zwei Siegerteams aus beiden Staffeln. Doch auch der RV Thalheim und der Regionalligameister des Vorjahres KSC Motor Jena sind nicht zu unterschätzen und in der Lage, den beiden Favoriten durchaus ein Bein zu stellen. Die Fans können sich auf rassige Derbys freuen, denn zwischen Gelenau, Thalheim und Lugau kann man getrost mit dem Rad zu den Kämpfen fahren, während sich Thüringen auf den Schlagerkampf zwischen Greiz und Jena freut. Im Vogtland geht es zwischen der WKG Pausa/Plauen II und dem Staffelfavoriten AVG Markneukirchen zur Sache.
Ausgeglichen stellt sich das Feld in der Vorrundengruppe B dar, die ehemaligen Zweitbundesligisten KFC Leipzig und AC Germania Artern lieferten sich schon im Vorjahr spannende Kämpfe, dürften jedoch mit dem SV Luftfahrt Berlin, dem RC Germania Potsdam, sowie der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt auf Augenhöhe kämpfen, abzuwarten ist, wie sich die Ostsachsen aus Weißwasser als Aufsteiger aus der Landesliga einreihen.

Spannend wird es auch in der Landesliga, wo die Mannschaften des AC Taucha, WKG KFC II/ SAV Leipzig, RV Thalheim II, WKG Gelenau II/Chemnitz, WKG Pausa/Plauen III, AC Werdau, RSV Rotation Greiz II und FC Erzgebirge Aue II in einer sehr ausgeglichenen Staffel zum Kampf um Punkte antreten.

jr

Regionalliga Mitteldeutschland startet am 19. August 2017