Markneukirchner Gastringer Johann Steinforth (74 kg/Roter Stern Sudenburg) auf Rang 5

Dortmund – Am ersten Wettkampftag der Junioren-Europameisterschaften, die vom 27. Juni bis 2. Juli in Dortmund ausgetragen werden, standen am Abend gleich zwei deutsche Freistilringer in den kleinen Finals um Bronze.
Horst Lehr (50 kg/VfK Schifferstadt) bezwang dort den Franzosen Valentin Damour durch technische Überlegenheit und sicherte dem Deutschen Ringer- Bund gleich am ersten Wettkampftag der Heim-EM die erste Medaille.

Ein richtig starkes EM-Turnier lieferte Johann Steinforth (74 kg/Roter Stern Sudenburg), der ab August die Mannschaftskämpfe für den AVG Markneukirchen bestreiten wird. Steinforth kämpfte ebenfalls am Abend um die Bronzemedaille in seiner Gewichtsklasse, doch gegen den Türken Muhammet Kucukyildirim war der AVG-Weltergewichtler ohne Chance, Platz 5 am Ende für den Ringer aus Sachsen-Anhalt, eine Platzierung, die auch von Bundestrainer Jürgen Scheibe als Erfolg gewertet wurde.
Steinforth besiegte in der Qualifikation den Ungarn Balasz Szel noch in der ersten Runde des Kampfes, im Achtelfinale gelang dem Magdeburger ein 5:0-Punktsieg über Simon Marchl (AUT).
Gegen Nika Kentchadze (GEO) griff der AVG-Ringer zunächst tief in die Trickkiste und führte nach einem Überraschungsangriff. Doch dann ließ der Georgier die Motoren an und holte Punkt für Punkt, am Ende unterlag Johann Steinforth beim 2:12 klar, doch der DRB-Ringer konnte in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen, da Kentchadze das Finale erreichte. Im Hoffnungsrundenduell musste Steinforth sein gesamtes Können aufbieten, mit schnellen Beinangriffen ging er gegen Arman Avagyan (ARM) in Führung, der Armenier konterte jedoch stark und kam immer wieder heran. Nach ganzen Technikserien beider Ringer gab es lange Verwirrungen um Punkte, trotz Videobeweis, nach 6-minütiger Kampfzeit und 10-minütigen Diskussionen brachte Steinforth den knappen 11:10-Sieg über die Zeit und rückte ins kleine Finale um Bronze.

Ausgeschieden sind am ersten Kampftag hingegen der Vorjahresfünfte Ilja Matuhin (96 kg/1. Luckenwalder SC) und Yannick Ott (60 kg/KSC Hösbach). Das Aus für Matuhin kam bereits nach seiner 4:9-Auftaktniederlage gegen Ibrahim Ciftci (TUR). Der Türke verpasste das Finale und so konnte Matuhin auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen. Yannick Ott unterlag im Achtelfinale sehr unglücklich gegen Daniel Popow (ISR). Damit war das EM-Turnier auch für den Hösbacher beendet.

Der Bronzemedaille von Horst Lehr (50 kg/VfK Schifferstadt) zum Auftakt der Junioren-Europameisterschaften, konnten die deutschen Freistilringer am zweiten Wettkampftag kein weiteres Edelmetall folgen lassen. Alle drei DRB-Starter schieden vorzeitig aus dem Titelrennen dieser Heim-EM aus.

Die Medaillenhoffnungen des zweiten Wettkampftages lasteten auf den Schultern des zweiten Markneukirchner Neuzuganges, der bei den kontinentalen Titelkämpfen in Dortmund am Start war, nämlich denen von Dimitri Blayvas (84 kg/SV Halle), der in seinem Auftaktduell dem Polen Jakub Szymula keine Chance beim 12:2-Überlegenheitserfolg ließ. Auch gegen Mihai Palaghia (ROU) sah es bis zur Kampfpause nach einem Sieg des DRB-Mittelgewichtlers aus. Doch dann riss der Faden bei Dimitri Blayvas, der stehend k.o. war und nach einem Beinangriff von seinem rumänischen Kontrahenten geschultert wurde. Im Viertelfinale verlor Palaghia, damit konnte Blayvas auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen.

Jörg Richter
Johann Steinforth erkämpft den 5. Platz bei der Junioren EM in Dortmund