Ringen / Regionalliga Mitteldeutschland – AVG Markneukirchen

Markneukirchen – Die Tabelle der Regionalliga Mitteldeutschland, Staffel A ist zweigeteilt. In der oberen Hälfte tummeln dich die ehemaligen Zweitbundesligisten, die nicht für die neue DRB-Bundesliga meldeten, auf den hinteren Rängen stehen mit Lugau und der WKG Pausa/Plauen II zwei Teams, die vorrangig mit Eigengewächsen antreten, schon mehrere Jahre in dieser Staffel kämpfen und zuletzt auch beachtliche Ergebnisse erreichten. Doch gegen die Spitzenteams kommen die WKG Pausa/Plauen II, Lugau, aber auch Zweitliga-Absteiger RSK Gelenau nicht an, Schadensbegrenzung lautet das Motto.

Am vergangenen Wochenende trat dieser Umstand besonders zu Tage, als die führenden Teams ausnahmslos gegen Mannschaften aus dem hinteren Teil der Tabelle kämpften und klare Siege erzielten. Der AVG Markneukirchen strich bereits an der Waage 40:0 Punkte ein, da die WKG Pausa/Plauen II nur sieben der zehn Gewichtsklassen besetzte.

„Die Arena war gut gefüllt, die Aktion mit den Fans-Schals kam gut an und auch die wenigen Kämpfe taten der Stimmung keinen Abbruch“, so AVG-Mannschaftsleiter Jörg Guttmann, der sich zuletzt vor allem über einen freute, der gar nicht ringen musste;
„Johann Steinforth hat sich s gut in die Mannschaft eingebracht, er fiebert mit den anderen mit, erwärmt sich mit dem Team, stellt dabei die Mannschaftskollegen auf ihre Gegner ein und kämpfte in den vorangegangenen Duellen sehr mannschaftsdienlich“, ist auch das Trainerteam Andre Backhaus / Andy Schubert von den Leistungen des Weltergewichtlers an- und auf der Matte angetan.
„Das hatte man zum Saisonstart gar nicht erwartet, er war sonst eher etwas verschlossen“, zeigt sich auch Schwergewichtler Franz Richter überrascht, wie schnell sich Johann Steinforth in die Mannschaft integrierte und zu einer der tragenden Säulen wurde.
„Ich denke mit dem Neustart in der Regionalliga haben wir alles richtig gemacht, die Punkte aus dem Wettkampfreglement, an denen wir uns gestoßen haben sind zum jetzigen Stand wohl aufgehoben, der DRB hat sich den Vereinen angenähert und auch die Streitigkeiten zwischen Deutscher Ringer- Liga und Deutschem Ringer- Bund sollten schnellstmöglich bereinigt werden“, hofft auch der Vorsitzende des AV Germania Jens Berndt im kommenden Jahr auf eine gemeinsame, eingleisige 1. Bundesliga aus DRL und DRB, sowie der Schaffung einer 2. Bundesliga als wichtige Stufe zwischen den regionalen Ligen und der höchsten, deutschen Kampfklasse. Die 2. Bundesliga wäre dann auch ein Level, in dem ich mir unsere Mannschaft gut vorstellen könnte“, denkt Jörg Guttmann schon ein Jahr weiter.

„Die Punkte gegen die WKG Pausa/Plauen II nehmen wir mit, hoffen dass die Sportkameraden aus dem unteren Vogtland ihre Verletzungsmisere schnell überstehen und bald wieder mit voller Mannschaft ins Kampfgeschehen eingreifen können“, so Jörg Guttmann. Doch die Sorgenfalten auf der Stirn von Roy Thoß dürften nach der Fußverletzung seines besten Akteurs Florian Frank, der den Kampf gegen Sejran Simonyan schon nach wenigen Sekunden mit schmerzverzerrtem Gesicht aufgeben musste, eher noch tiefer geworden sein. Der Pflichtfreundschaftskampf in Markneukirchen endete 36:3, nur Florian Heß (86 kg/GR) konnte für die WKG-Reserve punkten, alle anderen Duelle gingen an die Hausherren.

In den weiteren Begegnungen des 5. Kampftages der Regionalliga Mitteldeutschland setzte sich i der Staffel A der RSV Rotation Greiz II gegen den RSK Gelenau mit 25:8 durch, der RV Thalheim siegte beim RV Lugau mit 29:6.

Am kommenden Samstag haben die AVG-Ringer kampffrei, erst am 30. September geht es wieder um Regionalligapunkte, dann empfangen die Germanen den RSK Gelenau in der heimischen Trainings- und Wettkampfarena.

jr

AV Germania gewinnt kampflos gegen Bundesligareserve