Ringen / Regionalliga Mitteldeutschland – Halbfinale / Platzierungsrunde

Leipzig – Die Regionalligaringer des RSV Rotation Greiz und des AV Germania Markneukirchen stehen im Finale um den Staffelsieg in der zweithöchsten Kampfklasse. Greiz gewann mit dem gleichen Ergebnis aus dem Hinkampf von 20:11, nun auch bei der KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt, der AV Germania Markneukirchen setzte sich beim KFC Leipzig nach einem eindrucksvollem 28:4 aus dem Halbfinal-Hinkampf, nun mit 25:10 in der Messestadt durch.

Der Kampf in Leipzig wurde mit einer Auszeichnung an beide Vereine eingeleitet, die vom Präsidenten des Ringer- Verbandes Sachsen, Joachim Kühn übergeben wurde. „Beide Vereine tragen mit ihrer Arbeit zur Stärkung des Ringkampfsportes in Sachsen bei“, so das Lob des RVS-Präsidenten an den AV Germania Markneukirchen und den KFC Leipzig, das mit einer kleinen Ehrung verbunden war.

Wenig später ging es auf der Matte auch schon ordentlich zur Sache, AVG-Papiergewichtler Valerij Borgoiakov (57 kg/GR) zeigte dem jungen Viktor Weigandt, wer Chef auf der Matte ist und gewann nach zwei Minuten bereits überlegen, wobei sich Weigandt, der zwei Kilo über dem vorgegebenen Limit auf die Waage brachte, beim 2:20 zumindest kämpferisch gegen hielt. Spannungsgeladen ging es im schwersten Limit weiter, wo sich Lukasz Dublinowski (130 kg/FR) und Leipzigs Nico Graf ein hartes Duell lieferten, dass mit 3:0 an den aus Taucha stammenden KFC-Ringer ging.
Eindrucksvoll kämpfte Roman Walter (61 kg/FR) gegen Leipzigs polnischen Gastringer Adam Bienkowski, den er mit schnellen Angriffen immer wieder überraschte und mit 10:2 Wertungspunkten führte, als er den KFC-Bantamgewichtler kurz vor dem Schlussgong auf beide Schultern drückte.
Auf Grund des klaren Vorsprungs aus dem Hinkampf, wurde Franz Richter (98 kg/GR) die kräftezehrende Gewichtsreduzierung erspart, dennoch lieferte sich der Juniorenringer ein hartes Duell mit Vojtech Kukla, der über viele Jahre die tschechischen Farben bei internationalen Meisterschaften vertrat. Das Duell endete 2:2, mit Vorteil für Richter, der die höhere Wertung für sich verbuchte, die vier Mannschaftspunkte gingen bedingt durch das Übergewicht des AVG-Ringers an Leipzig. Im letzten Duell vor der Pause wehrte sich Rene Roth (66 kg/GR) aufopferungsvoll gegen KFC-Routinier Arne Brömme, der aus Luckenwalde stammende Leichtgewichtler drückte Roth eine halbe Minute vor Kampfende auf beide Schultern. „Ich wollte über die Kampfzeit gehen und nur eine Punktniederlage abgeben“, verfehlte der AVG-Kämpfer dieses Ziel nur knapp. Pausenstand: 10:8 für Leipzig.

Dennoch ruhige Minen beim AVG-Trainergespann Andre Backhaus/Andy Schubert, denn in der zweiten Hälfte des Kampfabends ist das Team aus Markneukirchen personell weitaus besser aufgestellt als der KFC.
Dimitri Blayvas (86 kg/FR) läutete die Punktehatz der Vogtländer gleich zum Beginn der zweiten Hälfte des Kampfabends, mit einem klaren 17:2-Überlegenheitssieg über Alexander Hast ein. Auch Justin Müller (71 kg/FR) ließ gegen seinen Leipziger  Trainingsgefährten Darios Wedekind beim 8:0 nichts anbrennen, nachdem Blayvas vier Zähler auf das Markneukirchner Punktekonto gepackt hatte, legte Müller noch einmal 3 Mannschaftspunkte zum 15:10 dazu. Seyran Simonyan (80 kg/GR) hatte Leipzigs Max Stuhr schon in Markneukirchen einen knappen Punktsieg abgerungen, beim Rückkampf in Leipzig fiel der Erfolg des russischstämmigen Ringers, der seit drei Jahren in Deutschland lebt, mit 12:5 deutlich höher aus. Nicht viel Federlesen machte Tim Bitterling (75 kg/GR) mit Ronny Bahr, der eigentlich in der 2. Mannschaft der WKG SAV Leipzig/Großlehna/KFC II kämpft. Nach nur knapp einer Minute war das Duell mit 16:0 für Bitterling wieder beendet. Den Gesamtsieg schon in der Tasche, zeigte auch Markneukirchens Schlussringer Johann Steinforth (75 kg/FR) sein Können, er schickte mit Dominik Picklapp, der am Stützpunkt in Leipzig trainiert, ebenfalls mit 16:0 nach 2:15 Minuten geschlagen zurück in seine Trainerecke.

„Nach dem 28:4 aus dem Hinkampf war eigentlich schon klar, dass wir mit mehr als nur einem Bein im Finale stehen, der Rückkampf in Leipzig war rein kämpferisch gesehen, eine gute Generalprobe für den Endkampf um den Staffelsieg“, sahen Andre Backhaus und Andy Schubert den Sieg in Leipzig als eine kompakte Mannschaftsleistung.

jr

AV Germania Markneukirchen steht im Finale gegen RSV Rotation Greiz