Ringen / Regionalliga Mitteldeutschland – Finale

Markneukirchen – Am Samstagabend wird es ernst für die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen, und des RSV Rotation Greiz denn ab 19:30 Uhr steht in Greiz der Final-Hinkampf um den Staffelsieg der nunmehr zweithöchsten Kampfklasse an. Eine Woche später empfangen die Ringer des AV Germania den RSV Rotation Greiz zum Rückkampf in der Musikstadt.

In der Hauptrunde kreuzten sich die Wege der beiden, vogtländischen Lokalrivalen bereits, in Markneukirchen siegten der AV Germania mit 14:12, der RSV Rotation gewann ebenfalls seinen Heimkampf mit 19:9 in der Rückrunde. Beide Mannschaften behaupteten sich gegen den Rest des Feldes der Staffel A, Greiz kam auf Rang eins über die Ziellinie, weil das Konto des RSV Rotation im direkten Vergleich mit Markneukirchen das bessere Kampfpunktverhältnis aufwies.

Auch in den Halbfinalbegegnungen blieben Markneukirchen und Greiz siegreich, während die Schützlinge des RSV-Trainergespannes Tino Hempel/Swen Lieberamm die KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt zweimal mit 20:11 bezwangen, machte Markneukirchen gegen den KFC Leipzig als Sieger der B-Staffel, schon im Hinkampf vor heimischer Kulisse mit 28:4 alles klar, in Leipzig legten die Ringer um die beiden Trainer Andre Backhaus/Andy Schubert ein 25:10 nach.

Nach dem bisherigen Saisonverlauf erscheint das Team des RSV Rotation ausgeglichener- und stärker besetzt. Vor allem die fleißigen Punktesammler Vladimir Gotisan und Martin Obst, aber auch der WM-Neunte von Paris 2017, Zbigniew Baranowski glänzten zumeist mit vorzeitigen Siegen. Nur in Markneukirchen verhinderte der noch im Juniorenbereich kämpfende Johann Steinforth einen deutlichen Punktsieg des dreifachen, Deutschen Meisters, Obst steuerte damit nur zwei Zähler auf das Konto des RSV Rotation bei, was den derzeit besten, deutschen Weltergewichtler wurmte. Am Ende gewann Markneukirchen mit 14:12 gegen die allerdings ersatzgeschwächten Greizer.

Auch wenn Greiz von der Papierform her im Vorteil ist, Fehler dürfen sich Obst & Co. nicht leisten und überraschende Ergebnisse sind auch in dieser Saison schon mehrmals aufgetreten, was das Ringkampfgeschehen eigentlich nur noch interessanter macht. Und so will beim bevorstehenden Finale keiner die Favoritenbürde tragen.

Mit Markneukirchen und Greiz treten die beiden stärksten Mannschaften der einstigen 2. Bundesliga- und jetzigen Regionalliga Mitteldeutschland gegeneinander an. Stellt sich zwangsläufig auch die Frage nach dem Aufstieg. Greiz feierte schon in der vorangegangenen 2. Bundesliga einige Titel, war drei Mal in Folge Staffelsieger der 2. Bundesliga-Nordost und könnte nun für den 4. Titel in der zweithöchsten Kampfklasse sorgen. Markneukirchen konnte sich bereits im Vorjahr mit mehreren jungen, deutschen Spitzenringern, wie Dimitri Blayvas, Johann Steinforth, Lucas Bast verstärken, die zu den beiden Eigengewächsen Justin Müller und Franz Richter stießen, während der ebenfalls noch junge Roman Walter nun schon einige Jahre im Ligenbetrieb für die Musikstädter um Punkte kämpft. Markneukirchen rückte bereits im Vorjahr zu den Spitzenteams der 2. Bundesliga auf, der AVG erkämpfte im Vorjahr den 2. Platz der 2. Bundesliga und wird nun erneut den Staffelsieg gegen den RSV Rotation ausfechten.

Beim RSV Rotation Greiz hingegen stehen kampferfahrene Ringer in der Mannschaft um Tino Hempel und Swen Lieberamm, die nun schon mehrere Jahre gemeinsam kämpfen und eine verschworene Gemeinschaft bilden, wobei zuletzte auch verstärkt junge Nachwuchsringer zum Einsatz kamen.

 

Doch der Sprung in die höchste, deutsche Kampfklasse erscheint groß, finanzielle und personale Aufrüstung ist erforderlich, will man in der DRB-Bundesliga nicht nur als Kanonenfutter gelten. Diskussionen mit Sportlern, Fans, aber auch mit Sponsoren laufen bereits auf Hochtouren. Auch wenn man bei der Zweckgemeinschaft Ringen in Mitteldeutschland keine Aufstiegspflicht sieht, so haben sich die beiden Finalisten mit der Finalteilnahme zunächst einmal das Aufstiegsrecht erkämpft.

Am Samstag, 19:30 Uhr steigt in der Sporthalle an der Eisbahn in Greiz der erste Akt um den Staffelsieg, zwischen dem RSV Rotation Greiz und dem AV Germania Markneukirchen.
Für ein weiteres Schmäckerchen sorgt nach dem Finalduell Ex-Weltmeister Uwe Neupert, der seinen letzten DDR-Trainingsanzug- und ein Trikot versteigert, der Erlös kommt seinen Heimatverein,dem RSVRotation zu Gute, wo er einst seine lange- und überaus erfolgreiche Laufbahn startete.

Jörg Richter

 

 

Erstes Finale findet am Samstag in Greiz statt