Ringen / Regionalliga Mitteldeutschland – AVG Markneukirchen

Markneukirchen – Die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen haben in der Rückrunde einen wichtigen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht, am vergangenen Samstag landeten die Schützlinge von AVG-Trainer Andy Schubert einen 27:6-Kantersieg gegen den KSC Motor Jena.
Den Auftakt zum Punktereigen machte Valerij Borgoiakov (57 kg/GR), der den Bulgaren Daniel Yordanov kurz vor Ende der ersten Runde mit 0:15 geschlagen von der Matte schickte.
Einen Kampf auf Augenhöhe gab es im Schwergewicht (130 kg/FR) zwischen Lukasz Dublinowski und dem KSC-Neuzugang Aslan Mahmudov, der auch schon für die DRB-Juniorenauswahl aktiv war. In Jena hatte Dublinowski gewonnen, nun drehte Mahmudov den Spieß um und gewann durch zwei blitzschnell vorgetragenen Beinangriffe mit 4:1 Punkten.
Roman Walter (61 kg/FR) ging nach der knappen Niederlage gegen Lugau’s Tim Hamann mit Wut im Bauch auf die Matte, ließ gegen Hassan Ismail, der im Hinkampf Valerij Borgoiakov bezwungen hatte, nichts anbrennen und schulterte den jungen KSC-Ringer nach nur 1:25 Minuten.
Franz Richter musste einige Kilo abspecken, um in der Rückrunde im Limit bis 98 kg/GR ringen zu können. Nachdem er in der Vorwoche den Bärencup in Dänemark gewann, hatte er nun mit dem tschechischen WM-Teilnehmer Petr Novak einen bärenstarken Gegner, der über die vollen 6 Minuten viel Druck machte. Doch Richter spielte seinen Gewichtsvorteil aus, holte zudem zwei Punkte durch einen blitzschnellen ‚Rumreiser‘, setzte den folgenden Wurf allerdings außerhalb der Kampffläche an. Diese zwei Zähler verteidigte der 19-jährige allerdings gegen den anrennenden Novak bis zum Schlussgong, wobei der starke Tscheche erst seine zweite Saisonniederlage hinnehmen musste, Richter wurde am Ende als ‚Ringer des Tages‘ geehrt.
Im letzten Kampf vor der Pause wehrte sich Rene Roth (66 kg/GR) gegen den KSC-Routinier Mario Koch wie ein Löwe, konnte den Überlegenheitserfolg des Ex-Markneukirchners, der mit viel Beifall in Markneukirchen begrüßt wurde, trotz aufopferungsvollem Kampfgeist nicht verhindern.

Die Jagd nach dem schnellsten Sieg

Im zweiten Abschnitt des Kampfabends ließ Markneukirchen den Gästen keine Chance mehr; den Auftakt machte Dimitri Blayvas (86 kg/FR), der den starken Norman Mahmudov immer wieder mit schnellen Beinangriffen überraschte und die Begegnung mit 9:4 Punkten gewann. Danny Latzke (71 kg/FR), der schon den Hinkampf gegen Tillman Germar nach Punkten gewonnen hatte, machte es diesmal kurz, er schnürte den KSC-Ringer im Boden zusammen und sammelte mit einer Serie an Bodentechniken Punkt für Punkt zum 16:0, nach nur 92 Sekunden. Auch Serjan Simonyan (80 kg/GR) kämpfte wie aufgedreht und schulterte den KSC-Neuzugang aus Potsdam Johannes Schmiege nach nur 89 Sekunden. Dem wollte auch Lucas Bast (75 kg/GR) nicht nachstehen, er rollte Erik Lüttich im Bodenkampf regelrecht aus und verließ nach 87 Sekunden die Matte als Sieger.
Schlussringer Johann Steinforth (75 kg/FR) verließ sich auf seine Stärken, mit Beinangriffen, Beinaushebern und Rollen beendete er seinen Kampf gegen Bastian Koppe nach nur 61 Sekunden mit 15:0.

KSC-Trainer Lothar Gwosdz nahm die klare Niederlage auf die leichte Schulter, lobte das faire und lautstarke Markneukirchner Publikum. „Wenn eine Mannschaft wie Markneukirchen unser Team so ernst nimmt, sein stärkstes Aufgebot auf die Matte schickt, dann zeichnet uns das doch aus“, will der KSC-Trainer mit seinem Team die Punkte nun gegen Gelenau, Lugau und Pausa/Plauen II verbuchen.
Andy Schubert, Trainer des AVG Markneukirchen; „… wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben, müssen nach der Niederlage das Restprogramm siegreich gestalten“, geht sein Blick bereits auf den kommenden Samstag, wo Markneukirchen den direkten Verfolger RV Thalheim in der heimischen Arena empfängt.

rjö